Wintercup #1 - Zusammenfassung

Wintercup #1 - Flugfeld Aspern - 12.November 2006

Roland Mörx gewinnt nach hartem Kampf mit Wolfgang Wurnitsch.
Wieder über 100 Starter!

Fotos von Rudi Leithner
Ergebnis
Bikeboard
Bericht und Fotos von Stemplhuba und Rose

Mit Roland Mörx vom oberösterreichischen Team Rad & Sport Kiesl gewann der Wintercup-Sieger des Vorjahres das 1. Rennen der Saison 2006/07. Wolfgang Wurnitsch (ktm-mountainbiker.at) musste sich erst nach langem Fight und zwischenzeitlicher Führung im Finish geschlagen geben, Gerald Hauer belegte den 3. Rang.
101 Starter für das Erwachsenen-Rennen (plus 17 Starter beim hoffnungsvollen Nachwuchs) fanden sich auf dem ehemaligen Flugfeld in Aspern am Vormittag ein und sie hatten zum Großteil bereits auf der Anfahrt den einen oder anderen Wetterumschwung erlebt. In jedem Fall präsentierte sich die Strecke bei strahlendem Sonnenschein beim Start des Kinder-Rennens in feuchtem Zustand, jedoch trocknete der Asphalt dank der Temperaturen um die 10° schnell auf.
Bei den älteren Nachwuchs-Fahrern setzte sich Christoph Lindlbauer vom RC Resch & Frisch Wels recht sicher nach 4 Runden durch, Benjamin Fein (URC Bikerei) und Vadim Arko (SU MTB-Team Cycle Circle) sicherten sich auf der gegenüber den Herren verkürzten Strecke die weiteren Stockerlplätze.
Bei den Jüngeren gewann Felix Ritzinger (ebenfalls SU MTB_Team Cycle Circle), der als einziger bei den Kindern mit einem Crosser unterwegs war, ganz klar, dahinter landeten seine Teamkollegin Nadja Heigl und Sebastian Pokorny (URC Bikerei).
Erwähnenswert ist auch, dass das Team aus Aspang sein Wintercup-Debüt gab und mit 3 Kindern am Start war, wobei es sich auch Teamchef Antin Haindl nicht nehmen ließ, nach seinen Schützlingen im Rahmen des Elite-Rennens die Strecke selber zu erkunden – Platz 85!

Zu guter Letzt startete die Elite mit den darin gut versteckten 8 Frauen um ungefähr 10 Uhr 30 und jagte einmal um den Kurs. Nach einer Runde in Front war Raphael Loidolt vom RC Schnecke, doch da an mehreren Stellen die Absperrbänder gerissen waren, wurde – besonders auf Betreiben von (Fahrersprecher) Simon Prodinger – das Rennen gestoppt und beschlossen, nach 15 Minuten ein weiteres Mal zu starten. Zu diesem Zeitpunkt lachte – wie bereits erwähnt – die liebe Sonne herzerwärmend, aber im Norden lauerte bereits die Regenfront und zeigte einen tollen Regenbogen.
Erneut wurde das Feld vom Rennleiter Christian Fuchs abgelassen und nach einer Runde bei hervorragenden Bedingungen lag diesmal Wolfgang Wurnitsch (known as „wuwo“) in Front, dicht gefolgt vom ehemaligen Querfeldein-Staatsmeister Daniel Hufnagl (ARBÖ Denzel Cliff) und dem österreichischen Meister auf der Straße bei der Master Elite – Branko Grah. Dahinter die weitere Reihung: Hauer – Prodinger – Widhalm – Mörx – Herr – Meister und Jürgen Holzinger (ARBÖ Grassinger Lambach), österreichischer Quer-Meister bei den Junioren.
Ab der 2. Runde übernahm Hufnagl das Kommando und die Führung, dahinter reihten sich wuwo und Mörx ein. Branko gehörte noch zur Spitze, musste aber danach einem Defekt Tribut zollen und beendete zwar das Rennen, jedoch nur als Letzter. Ebenfalls mit in der Spitzengruppe blieben Hauer und Widhalm, zwei absolute Wintercup-Routiniers. Und - das Wetter ließ empfindlich nach, es begann in Strömen zu regnen, der Wind peitschte den Fahrern die Regentropfen ins Gesicht und die Wiesenabschnitte verwandelten sich binnen kürzester Zeit in Matschfelder. Die Wintercup-Helden wurden mit einer Schlammkruste überzogen, nur die Vorsichtigsten unter ihnen blieben einigermaßen sauber. Die beste Panier dürfte sich Günther Rohringer zugelegt haben, es bedarf jedoch weiterer Recherche, ob dies bei einem Sturz passierte oder nur an der Bereifung lag.
Stefan Herr und Michi Meister mussten ebenso wie Leo Heigl nach Defekten das Rennen beenden, sie fuhren wie Markus Hahn, der nach einem Sturz Defekt hatte und nur auf Rang 15 landete, wahrscheinlich bereits ihr Streichresultat ein.
Zurück zum Rennen: In der 5. Runde fiel Hufnagl zurück und wurde von wuwo, Gerald H., Mörx und Thomas W. überholt. In der folgenden Runde versuchten Thomas und Daniel noch einmal, an wuwo heran zu kommen, dann setzte sich jedoch das Duo wuwo/Mörx ab. Dahinter legten Gerald, Thomas und Daniel die Platzierungen 3 bis 5 fest, der Kampf um den Sieg blieb allerdings bis in die 9. und letzte Runde spannend. Mörx erreichte die schmale Passage am Ende der Runde als erster und behilet seine Führung mit knappem Vorsprung vor seinem Konkurrenten, der jedoch mit Platz 2 ein tolles Ergebnis beim Wintercup-Auftakt einfuhr.
Rang 6 ging an Thomas Puhmer (Sport Nora), der den Oberösterreicher Gerhard Krenn und Simon als beste Schnecke (Thumbs up, Simon, Klasse-Leistung!) knapp distanzieren konnte. Michael Schwarzäugl vertrat die Steiermark in den Top 10, Peter Deppner, letztjähriger Andlersdorf-Triumphator rundete sie ganz ab und verdrängte das Schnecke-Duo Peter Dussmann und Raphael Loidolt knapp daraus.
87 Fahrer kamen in die Schlusswertung, darunter leider nur 5 Damen, von denen die für ktm-mountainbiker.at startende Rosemarie Wimmer (insgesamt 59.) erstmals die schnellste war. 2. wurde Sabine Stiegler (66.), 3. Wintercup-Debütantin Ruth Murdie.

Als Veranstalter trauen wir uns wieder, recht positiv zu bilanzieren, der kleine Lapsus mit den gerissenen Bändern passierte, da unser Team nicht überall sein konnte – sind ja auch einig mitgefahren. Insgesamt 118 Teilnehmerinnen, davon mussten 87 echt widrige Wetterbedingungen überstehen: das gibt uns irgendwie Recht.

Das nächste Rennen veranstaltet das SU MTB-Team Cycle Circle – am 25. November (Samstag!) geht es im Rahmen der Wiener Querfeldein-Meisterschaft um RC Schnecke-Wintercup-Punkte.
Achtung! Es müssen sich alle vorher anmelden und das Nenngeld einzahlen. Wer bei der Sportklasse startet, kann als Wintercup-Fahrer um 5.- Euro starten – die müssen jedoch auch bis 21. November bezahlt sein.