Lackner Gesamtsieger bei der Weltradsportwoche; Schnecke-Großaufgebot

Bericht von Wolfgang Treitler

Vom 11.-18.8.2017 fand die 45. Weltradsportwoche in Hartberg statt. Neben teils sehr starker internationaler Besetzung hatte auch der RC Schnecke ein großes Kontingent gestellt und beschickte insgesamt 5 Kategorien. Und alle hielten durch und brachten ein Gesamtergebnis nach Hause, das zwischen den Plätzen 1 und 8 lag. Das allein stellt schon eine große Leistung dar. Denn in den Masterskategorien wurde jeden Tag ein Rennen ausgetragen, beginnend mit dem Prolog in den Stadtkern von Hartberg vor herrlicher Kulisse über ein Bergrennen, das Straßenrennen mit Bergankunft auf dem Pöllauberg, das Kriterium in Hartberg oder das abschließende Zeitfahren in Wörth. In den Jugendkategorien standen ab dem Kriterium am 15.8. vier Rennen in Folge auf dem Programm, das die beiden Jung-Schnecken Julia und Tamara absolvierten. Als in St. Johann bei Hartberg die Gesamtsiegerehrung für Mädchen U14 stattfand, standen beide auf dem Podium, Julia als 2. und Tamara als 3., waren glücklich und müde. Unser Rookie war Ulli Hallwirth-Treitler, die sich dem Rennprogramm für Frauen Masters 2 stellte, das sich in der Länge von den Masterskategorien der Männer kaum unterschied; sie machte alles mit, überstand es gut und schloss auf dem 4. Gesamtrang ab. Unterstützt wurden die drei Damen von allen Schnecke-Fahrern, besonders von unserm Obmann Karl Tomitz, der immer die Übersicht behielt, obwohl er ebenfalls die Rennhärten eines jeden Tages auf sich nahm. Als am 18.8. die Gesamtwertung feststand, blieb Karl entgegen seinem ursprünglichen Plan auch abends noch in Hartberg, weil seine Konstanz und Ausdauer mit dem 8. Gesamtrang in der Kat. Master 4 belohnt wurde. Wie er, so waren auch Wolfgang Cihak in der Kat. Master 2 sowie Wolfgang Lackner und ich in der Kat. Master 3 Fahrer der Austrian Masters Cycling Teams, die im Vorjahr zum ersten Mal formiert worden waren, über Initiative von Alfred Lechnitz vom ÖRV unterstützt werden und heuer mit ausgezeichneter Zusammenarbeit der Weltradsportwoche eine besondere Note gaben. Cihak machte sein Stück beim Kriterium in Hartberg, als er mit den späteren Gesamtsiegern und den Tagessiegern des Kriteriums, Franz Huber (M2) und Wolfgang Lackner (M3), dem Hauptfeld entkommen konnte und den 2. Platz holte. In der Gesamtwertung wurde er 5., genauso wie ich in Master 3. In dieser Kategorie siegte Wolfgang Lackner; den Grundstein für diesen recht eindeutigen Gesamtsieg, 50 sec. vor dem Zweitplatzierten Slowenen Andrej Zavbi und dem vielfachen Weltmeister und Drittplatzierten Dimitry Buben aus Weißrussland (Rückstand mehr als 2:35 min.), legte Lackner mit seinem Sieg im Kriterium und dem Straßenrennen tags darauf über 75 km in Bad Waltersdorf: Da kam ich nach der ersten Steigung mit Buben weg, und wir beide fuhren 47 km an der Spitze; ermüdet von diesem Ritt, wurden wir auf der letzten Steigung von sechs Fahrern gestellt (unter ihnen Lackner) und konnten ihr Tempo an dieser Stelle nicht mehr mithalten, während die Spitze davonzog, Lackner schließlich zeitgleich mit Zavbi Zweiter wurde und Buben eineinhalb Minuten auf ihn verlor. Mit dem abschließenden Sieg im verkürzten Zeitfahren krönte Lackner diese Woche und seinen Gesamtsieg.
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