Zum Abschluss Blech

Alfred L. 4. im Straßenrennen

Beim WM-Straßenrennen über 76 km erreichte Alfred Lechnitz heute bei der Senioren-WM in St. Johann/Tirol den ausgezeichneten, aber undankbaren 4. Rang. Nach seiner Silbermedaille im Zeitfahren vor zwei Tagen und den Plätzen 6, 6 und 5 im Straßenrennen in den letzten 3 Jahren stellte Alfred damit erneut unter Beweis, dass er in dieser Altersklasse zur Weltspitze gehört.
Ergebnis
Am Beginn der zweiten Runde attackierte der haushohe Favorit und Weltmeister im Zeitfahren, Wladimir Gottfried aus Deutschland, am Anstieg zur Huberhöhe. Nur 4 Fahrer, darunter Alfred, der Italiener Santeroni, Gottfrieds Landsmann Gerhard Hack und ein Niederländer, konnten diese Attacke mitgehen. 25 km vor dem Ziel, am zweiten, leichteren Anstieg in Schwendt, versuchte Gottfried erneut, seine Gegner abzuschütteln. Santeroni blieb dran, Alfred bildete mit Hack ein Verfolgerduo, der Holländer wurde vom Feld geschluckt. Alfred erhielt natürlich vom Deutschen keine Unterstützung bei der Verfolgung, kam noch einmal bis auf 100 m an die beiden Spitzenfahrer heran, schaffte es aber nicht mehr, das Loch vollständig zu schließen. Im Zielsprint setzte sich Wladimir Gottfried vor Valter Santeroni durch, 7 Sekunden dahinter musste sich Alfred im Kampf um den 3. Podestplatz dem Germanen Hack geschlagen geben. Weitere 7 Sekunden hinter diesem Duo sprintete bereits das Feld über den Zielstrich, angeführt vom Drittplatzierten des Zeitfahrens, dem Schweden Bengt Gingsjoe.
Erich Del Pozo wurde im Feld 27. von 73 gestarteten Rennfahrern.
Statement von Alfred:
“Im ersten Moment ist man über den 4. Platz natürlich etwas enttäuscht, aber die Konstellation in der Endphase hat einfach gegen mich gesprochen. Das Glück, das gefehlt hat, habe ich wahrscheinlich schon beim Zeitfahren verbraucht, wo ich den Schweden um ganze 2 Sekunden distanzieren konnte.
Ich habe beim Zeitfahren, wo bei uns - den Älteren - noch sehr gute Bedingungen herrschten, mit 26:09 Minuten meine bisherige Bestzeit um 10 Sekunden unterboten. Das heißt, dass der Formaufbau heuer perfekt war. Ich habe im Gegensatz zu den Vorjahren erst viel später - im Februar - ernsthaft zu trainieren begonnen und bin erst im Sommer richtig in Form gekommen. Bei den letzten Rennen vor der WM konnte ich feststellen, dass die Form stimmt. Einen großen Teil hat dazu wieder mein Trainer Karl Reinisch beigetragen.
Ich werde weitermachen … das Ziel bleibt eine Medaille im WM-Straßenrennen!”

Alles Gute, Alfred!